Nepo Fitz steht um 4:16 Uhr auf. Nicht aus Verzweiflung — die Wecker-App hat ausgerechnet, dass genau dann ein Schlafzyklus endet.
NEPOCALYPSO ist ein Abend über einen Mann, der die Welt nicht mehr retten kann und deshalb versucht, wenigstens sich selbst zu optimieren.
Es gibt Fragen, die einem keine App beantwortet: Reicht das? Reiche ich? Und woran würde man das merken?
Als Selbständiger sagt dir nie jemand, wann es genug ist, allerdings recht deutlich, wann es nicht genug war — das Finanzamt, die Besucher, die nicht kommen, die vierzig Views des brandneuen Podcasts. Einmal im Monat außerdem Spotify: „Du hattest im letzten Monat 3 Listener. Das ist eine Steigerung von 30 Prozent." Es geht aufwärts.
Er macht das seit zwanzig Jahren live: „Ich fahr von Ort zu Ort, gehe auf die Bühne und hab eineinhalb Stunden lang Recht — jeden Abend." Musiker, Kabarettist, beides gleichzeitig — und alles ohne zweiten Take.
Es gibt eine besondere Erschöpfung, die entsteht, wenn man zu viele gute Ratschläge auf einmal bekommt. Nepocalypso ist der Abend für alle, die wissen dass sie mehr schlafen sollten — und trotzdem noch mal kurz schauen.
Ein Programm über das Ende der Welt. Und die seltsame Möglichkeit, dass trotzdem noch Hoffnung drin ist. Irgendwo zwischen Beta-Version und Endbildschirm.
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