Die aufgebaute Bühne kurz vor dem Einlass: Bühnenbild, Instrument, Monitore und Kameras stehen

BEREICH 03 · AM TAG

Der Veranstaltungstag

Von der Anreise bis zum Abbau. Jede Station klappt an Ort und Stelle auf — mit kurzem Film, wo er hilft.

03

DER TAG IN ZAHLEN

Was Sie an diesem Tag einplanen

Ankunft Meist 8–10 Uhr Nach Absprache. Ab da laufen Kameras, Aufbau und Soundcheck durch.
Warum

In den sechzig Minuten Programm steckt der technische Aufwand eines ganzen Tages. Instrument, Bühnenbild und Kameratechnik brauchen zusammen mehrere Stunden, Mikrofonierung und Monitoring je nach Haus. Der Soundcheck schließt sich meist zur späten Mittagszeit in Ruhe an — deshalb die frühe Ankunft, damit beides ohne Hetze nebeneinander Platz hat.

Den ausführlichen Ablauf mit allen neun Stationen finden Sie weiter unten: Ablauf im Detail.

Und zwischen Einlass und Auftritt? Zieht sich der Künstler zurück und studiert wichtige Fachliteratur für seinen Auftritt.

Nepomuk in seiner Privatkleidung — zur Wahrung der Anonymität. Foto: Holger Enghardt
Von Ihnen Zwei Helfer + Technik Zwei Personen beim Ein- und Ausladen, dazu Ton und Licht ab dem Soundcheck — je nach Absprache getrennt besetzt oder Tontechnik plus Haustechnik.
Warum

Verkabelt und aufgebaut wird zum größten Teil vom Künstler selbst; die beiden Helfer bringen vor allem Tempo rein — vorne beim Ausladen, hinten beim Verladen. Am Anfang packen sie im Stop-and-go auch beim Aufbau mit an, vor allem wenn die Verladewege lang sind. In der Regel sind das rund 20 Minuten; beim Abbau etwa 45, nachdem der Künstler schon eine halbe Stunde allein unterwegs war. Sollte bei Ihnen nur eine Person frei sein, sagen Sie kurz Bescheid — dann finden wir eine Lösung.

Nepo Fitz’ technisches Kreativlabor. Foto: Holger Enghardt

Ton- und Lichttechniker werden ab dem Soundcheck gebraucht — also schon am Nachmittag, nicht erst zur Vorstellung. Am Morgen beim Aufbau sind sie nicht nötig. Wer wann da ist, steht in der Zeitleiste darunter.

Der Saal Bis zum Soundcheck Bühne und Saal gehören bis dahin dem Aufbau. Danach steht der Raum wieder Ihnen zur Verfügung.
Warum

Das ist der einzige Punkt, der manchmal kollidiert — vor allem in Räumen, die tagsüber noch anders genutzt werden. Wenn das bei Ihnen der Fall ist: früh sagen, dann wird der Tag darum herum geplant.

Nach dem Auftritt Merchandising & Abbau Der Merch-Tisch bleibt betreut, bis der letzte Gast geht. Abbau beginnt danach — dieselben zwei Helfer, 30 bis 45 Minuten.
Warum

Der Merchandising-Tisch wird vom Künstler selbst betreut — er steht in etwa einer Viertelstunde und bleibt, solange noch jemand im Foyer ist. Für den Abbau sind dieselben beiden Helfer hilfreich, die schon beim Aufbau dabei waren: dann muss niemand neu eingewiesen werden.

Der kleinste Plattenladen des Abends — und der einzige mit Autogrammservice. Foto: Holger Enghardt

Die Einzelheiten zu Merchandising und Abbau stehen weiter unten bei den neun Stationen.

So sieht's aus, wenn die Bühne steht.

DER ABLAUF

Neun Stationen

Die genauen Uhrzeiten stehen im Vertrag und richten sich nach Ihrem Veranstaltungsort. Hier steht, was in welcher Reihenfolge passiert und wo Sie gebraucht werden.

Kurz vor der Ruhe: der einzige Moment, in dem alles steht und noch niemand da ist. Foto: Holger Enghardt
meist 8–10 Uhr Anreise, Zufahrt, Parken Ein bis zwei reservierte Plätze in Bühnennähe, durchgehend frei

Alles, was danach kommt, hängt daran, dass das Fahrzeug nah an der Bühne steht und dort stehen bleiben kann. Gebraucht werden ein bis zwei reservierte Plätze in Bühnennähe, ebenerdig und außerhalb des Publikumsbereichs. Sie bleiben von der Ankunft bis zur Abfahrt frei — auch dann, wenn das Fahrzeug zwischendurch einmal wegfährt. Am besten mit Hütchen oder Absperrung gekennzeichnet.

Falls es Schranken, einen Pförtner, Sondergenehmigungen oder Zeitfenster gibt: Schicken Sie die Angaben gern vorab, idealerweise mit einem Kartenpunkt für die Zufahrt. Und wenn Ihr Veranstaltungsort nur eine Ladezone hat, in der man nicht stehen bleiben darf, lässt sich das gut lösen — dann übernimmt jemand das Fahrzeug nach dem Entladen, parkt es um und stellt es zum Abbau wieder bereit.

Vormittag Kameras, Ausladen, Aufbau Zuerst die Kameratechnik, rund zwei Stunden später die beiden Helfer

Der Vormittag läuft in dieser Reihenfolge: Zuerst wird die Kameratechnik aufgebaut, dafür ist etwa eine Stunde eingeplant. Danach kommt das Ausladen mit den beiden Helfern — in der Regel rund zwei Stunden nach der Ankunft. Anschließend Mittagspause, dann der Soundcheck.

Gebraucht werden zwei Personen, die für diese Aufgabe eingeplant sind und ab der Ankunft telefonisch erreichbar bleiben. Wann genau es losgeht, hängt daran, wie schnell die Kameras stehen — deshalb die Erreichbarkeit statt einer festen Uhrzeit.

Die Arbeit: Equipment aus dem Fahrzeug tragen, auf der Bühne positionieren, Roll-Ups, Mikroständer, Lautsprecher, Monitore und Stative aufbauen, Kabel verlegen und abkleben. Alles nach Ansage, im Stop-and-Go-Rhythmus. Erfahrung damit hilft, ist aber keine Bedingung. Zeitbedarf: 20 bis 30 Minuten.

Am besten sind es zwei Leute, die in dieser halben Stunde nichts anderes zu tun haben — die Ton- und Lichttechnik wird zur selben Zeit an anderer Stelle gebraucht. Wenn bei Ihnen nur eine Person frei ist oder es anders laufen soll, sagen Sie vorher einfach kurz Bescheid — dann klären wir das miteinander.

Vorab hilfreich

Name, E-Mail und Mobilnummer der beiden, bis etwa zwei Wochen vor dem Termin. Damit bekommen sie Zugang zu einem kurzen Erklärfilm und wissen vorher, was auf sie zukommt. Am Veranstaltungstag hilft es, wenn sie ihr Telefon dabeihaben.

Bei erschwertem Ladeweg — Aufzug, Treppen, mehr als 50 m — lohnt sich vorher ein kurzes Gespräch. Helfer lassen sich bei Bedarf auch zubuchen, Vorlauf etwa sechs Wochen.

ab Ankunft Garderobe Ein abschließbarer Raum für eine Person — ein Büro tut es auch

Gut ist: abschließbar, beheizt, in Bühnennähe, mit einer Sitzgelegenheit und einer Toilette, die sich erreichen lässt, ohne durch den Publikumsbereich zu gehen. Sämtliche Schlüssel bleiben bis Veranstaltungsende beim Künstler.

Eine klassische Künstlergarderobe braucht es dafür nicht — ein abschließbares Büro tut es genauso. Wichtig ist nur, dass der Raum für sich steht und kein Durchgang ist. Wenn das in Ihrem Veranstaltungsort schwierig wird: einfach früh ansprechen.

Mittag Verpflegung Kein Catering, kein Buffet — zwei, drei Restaurantempfehlungen und ein Lieferdienst als Rückfallebene

Essensmarken und Buffets sind lieb gemeint — gebraucht werden sie in der Regel nicht, weil der Künstler den ganzen Tag auf der Bühne herumturnt und abends zu viel Adrenalin hat, um essen zu können 🙂

Was wirklich hilft, sind zwei, drei Restaurantempfehlungen — am liebsten in Fußnähe, sonst mit einem Satz zu Anfahrt und Parken. Und vor allem: solche, die an dem Tag tatsächlich offen haben. Google weiß es meist besser als die Wirklichkeit.

Weil sich die Technik auch mal zieht und dann für den Weg keine Zeit mehr bleibt, ist ein Lieferdienst als Rückfallebene Gold wert — Nudeln, Pizza, etwas in der Art. Schön wäre, wenn Sie das auf Zuruf übernehmen: bestellen, Eingang und Bezahlung klären. Dann muss das nicht mitten im Aufbau nebenher laufen.

In der Garderobe genügt stilles Wasser. Das war's 💧

ab ca. 13 Uhr Soundcheck Etwa zwei Stunden — ab hier wird Ihre Technik gebraucht

Das ist der Zeitpunkt, ab dem Ihre Technik gebraucht wird — die Tontechnik zum Soundcheck, die Lichttechnik in der Regel ab etwa 13 Uhr. Für den Soundcheck selbst sind rund zwei Stunden eingeplant.

Die Anlage sollte allerdings schon am Morgen spielfertig sein, damit der Aufbau nicht darauf warten muss. Ist Ihre Technik erst später zubuchbar, lässt sich das einrichten: Der Künstler ist ohnehin früh da, bringt bei Bedarf seinen eigenen Monitormix mit und bereitet so viel wie möglich selbst vor. Das stimmen wir vorher kurz ab.

Während des Soundchecks bleibt der Saal möglichst leer: kein Publikum, keine Aufbauarbeiten, kein Stühlerücken. Das ist keine Empfindlichkeit, sondern Physik — jedes Klappern landet in den Mikrofonen, und was dort landet, steht am Abend im Weg. Zwei ungestörte Stunden reichen aus.

Der Reihe nach sind das drei Dinge, die oft in einen Topf geworfen werden: zuerst der Linecheck — liegt überall Signal an, ist alles richtig gepatcht. Dann der Toncheck: jeder Kanal einzeln, Pegel und Klang. Und erst danach der Soundcheck im eigentlichen Sinn — wie klingt das Zusammenspiel im Raum, was hört der Künstler auf der Bühne, was das Publikum.

Danach gehört der Raum wieder Ihnen: Bestuhlung, Dekoration, Einlass, alles, was noch dazugehört. Ab da wird auf der Bühne nichts mehr verändert.

Was genau an Ton, Licht und Strom gebraucht wird, steht im Bereich Bühne & Technik — oben im Menü.

früher Abend Saal, Bestuhlung, Einlass Frontbestuhlung, abgedunkelt, Merchandising-Tisch im Foyer
Bestuhlung Frontal, in Reihen Direkt zur Bühne ausgerichtet, erste Reihe etwa 2–3 m davor. Biertischbestuhlung geht gut; einzelne Tische lieber nicht — der Künstler kriecht im Lauf des Abends durchs Publikum, und das ist für Gläser keine gute Nachricht 🍺
Abdunkelung Hilft dem Licht Auch bei Tagesveranstaltungen. Wenn das bei Ihnen nicht geht, planen wir anders — sagen Sie es einfach vorher.
Ruhe im Saal Während des Programms Bedienung draußen, keine Musik aus Nebenräumen — beides ist bis in die letzte Reihe hörbar. Danach gehört der Ausschank ganz Ihnen, und erfahrungsgemäß wird das dann auch genutzt.
Saalplan Vorab per E-Mail Ein Saal- oder Bestuhlungsplan erspart am Veranstaltungstag einiges an Abstimmung. Eine Skizze auf dem Handy reicht völlig — es geht nur darum, dass beide Seiten denselben Raum vor Augen haben.
Merchandising 1 × 1 m im Foyer Mit Strom, gut beleuchtet und gut frequentiert, nicht direkt neben der Bühne. Betreut wird der Tisch vom Künstler selbst.
Gästekarten 2 bis 5 Plätze Nach Absprache. Dort sitzt nicht zwangsläufig die Dokumentation — mal die Technik, mal Gäste aus der Gegend. Nicht gebrauchte Plätze gehen rechtzeitig zurück in den Vorverkauf.
MitschnittAufgezeichnet wird mit mehreren Kameras. Deshalb ist die Bühne an diesem Abend allein für das Programm da — Rednerpulte, Stehtische und alles andere, was sonst dort steht, wandert vorher herunter. Nach der Show kommen oft noch Gäste für ein gemeinsames Foto herauf; dafür ist die Treppe zur Bühne wichtig.
HinweisschildSteht so im Vertrag: Der Hinweis auf den Mitschnitt hängt dort, wo die Leute hereinkommen — einmal an der Eingangstür und einmal an der Kasse.Filmhinweis als PDF
19 Uhr Die Show 60 Minuten. Begrüßung durch Sie mit 30–45 Minuten Abstand

Der Künstler betritt die Bühne selbst — die Kameras laufen bereits, ein Teil der Technik wird bis zuletzt von ihm bedient.

Eine Begrüßung durch Sie ist selbstverständlich möglich. Damit beides wirkt, sollten zwischen Ansage und Auftritt etwa 30 bis 45 Minuten liegen; sonst laufen zwei Anfänge ineinander und nehmen sich gegenseitig die Wirkung 😜

Der Abend wird mitgeschnitten und für Werbezwecke verwendet — daraus entsteht auch wieder Material für kommende Ankündigungen. Möchten Sie selbst fotografieren oder mitschneiden: vorher kurz ansprechen, das lässt sich in aller Regel einrichten.

ca. 30 Min. danach Abbau Dieselben zwei Helfer, 30–45 Minuten

Der Abbau beginnt in der Regel etwa 30 Minuten nach dem Ende der Show — die Zeit dazwischen geht für Umziehen und die letzten Gespräche im Foyer drauf. Danach wird zügig abgekabelt, verpackt und verladen, wieder im Stop-and-Go-Rhythmus. Zeitbedarf: 30 bis 45 Minuten.

Hilfreich ist, wenn dieselben beiden Helfer dann in Bühnennähe bereit sind — dann muss niemand gesucht werden.

Zwischen Applaus und Schraubenschlüssel liegen keine zehn Minuten. Foto: Holger Enghardt

Der Grund für das Tempo ist einfach: Bei Spielorten bis etwa 1¼ Stunden Entfernung ist danach noch die Heim- oder Weiterfahrt drin — das macht den nächsten Tag für alle Beteiligten leichter.

in den Tagen darauf Formales GEMA und Künstlersozialabgabe — zwei Meldungen, dann ist der Abend abgeschlossen
GEMADie Musikfolge kommt erst nach dem Auftritt — durch den spontanen Charakter des Abends ändern sich Lieder und Einspieler, und erst hinterher steht fest, was in welcher Länge lief. Beim Künstler wird das automatisch aus dem Mitschnitt berechnet und Ihnen zugeschickt. Die Anmeldung läuft online über den Veranstalter, am besten innerhalb einer Woche nach dem Auftritt. Danach schicken Sie den Link zur Eintragung der Musikfolge — die trägt der Künstler selbst ein.
KünstlersozialabgabeMeldung und Abführung über den Veranstalter, § 24 Abs. 1 KSVG.
PresseBerichte und Artikel nach dem Abend gern per E-Mail — sie wandern ins Pressearchiv und helfen im besten Fall dem nächsten Veranstaltungsort.