Die aufgebaute Bühne kurz vor dem Einlass: Bühnenbild, Instrument, Monitore und Kameras stehen

BEREICH 04 · FÜR DIE TECHNIK

Bühne & Technik

Geschrieben für Haus- und Tontechnik. Jede Zeile zeigt, wer sie stellt — ein Klick öffnet die genauen Anforderungen.

04.1

DAS KOMMT MIT

Aufbau und Bühne

Im Regelfall läuft der Abend über die Anlage und das Team Ihres Veranstaltungsortes. Der Künstler kommt trotzdem mit einem Kleinbus voller Equipment an.

Instrument E-Piano Mit Ständer, Pedal und Zubehör, dazu die Zuspieler für die Musikstücke.
Bühnenbild Zwei Roll-Ups Je 1,50 × 2 m, mit Stativen und Befestigung — dazu die Requisiten.
Eigene Technik Racks und Monitore Meist bringt der Künstler seine eigenen Racks und Bühnenmonitore mit.
Kameras Live-Kamera-Setup Fünf Kameras für den Mitschnitt. Filmhinweis als PDF
04.2

BÜHNE

Mindestens 4 Meter breit, 3 Meter tief

Das Maß kommt nicht aus der Luft: Instrument, Bühnenbild und Bewegungsraum brauchen zusammen diese Fläche. Die Fotos zeigen den Aufbau von allen Seiten — antippen macht sie groß.

Ist Ihre Fläche kleiner, lässt sich meistens trotzdem eine Lösung finden. Dann aber bitte vorher besprechen, damit wir gemeinsam draufschauen, was geht.

So wird die Fläche benutzt, im vollen Einsatz.

Aufbau und Maße

Fläche 4 × 3 Meter Mindestmaß. Zertifizierte modulare Elemente (z. B. Varitek, StageTek), fest miteinander verbunden. Nebeneinandergeschobene Holzplatten wandern im Lauf des Abends auseinander — und der Künstler hat sich an so einer Lücke schon einmal den Fuß gebrochen. Seither wird nachgefragt. 🦶
Zugang Treppe ab 0,5 m Systemkonform, ohne Handläufe, in der Regel links (stage right) — die Seite stimmen wir ab.
Hintergrund Schwarzer Molton Inklusive Stative und Befestigung, beleuchtbar. LED-Wände, Projektionen und Displays nach Absprache.
Open Air Bühne und Pult überdacht Findet der Abend draußen statt, brauchen Bühne und Mischerplatz ein Dach — Regen und Technik vertragen sich nicht.
04.3

AUFTEILUNG

Wer stellt was

Welche Technik hat Ihr Veranstaltungsort?

Der Schalter ändert die Angaben in der Liste darunter und die Fassung der Bühnenanweisung.

Auch ein Raum ohne eigene Technik geht. Bis etwa 120 Personen lassen sich Tonanlage und Mikrofonierung mitbringen — berechnet wird dafür nichts. Das ist nicht der Regelfall und braucht ein wenig Vorlauf, aber es ist möglich.

Beim Licht genauso: Ist gar nichts vorhanden, lässt sich eine kleine Anlage zubuchen. Meist hat ein Raum aber etwas — und dann genügt das auch.

Ihr Haus:

Jede Zeile nennt zuerst, wer sie stellt. Ein Klick öffnet die genauen Anforderungen — für alle, die es wissen müssen; alle anderen lesen nur die Zeile.

Veranstaltungsort Bühne und BühnenelementeMindestens 4 × 3 m, schwarzer Hintergrund
  • Mindestmaß 4 m Breite × 3 m Tiefe — für Instrument, Bühnenbild und Bewegungsraum.
  • Zertifizierte modulare Bühnenelemente (z. B. Varitek, StageTek), sicher verbunden und stabil installiert.
  • Ab 0,5 m Höhe eine systemkonforme Treppe ohne Handläufe, in der Regel links (stage right) — die Seite stimmen wir ab.
  • Als Hintergrund nach Möglichkeit schwarzer Molton inklusive Stative und Befestigung, beleuchtbar. LED-Wände, Projektionen und Displays nach Absprache.
  • Rednerpulte und andere Aufbauten wandern vor der Darbietung von der Bühne.
  • Die beiden halbtransparenten Roll-Ups (je 2,00 × 1,50 m) bleiben bis zum Abbau in Position.
  • Open Air: Bühne und Mischerplatz überdacht.
So ist es gemeint: verbunden, nicht nebeneinandergeschoben.

Ist die Fläche kleiner, findet sich meistens trotzdem eine Lösung — dann aber bitte vorher besprechen.

Veranstaltungsort Künstler FOH — Mischpult und Beschallung16 Kanäle, 2 × 1 kW plus SubwooferWird mitgebracht, bis etwa 120 Personen
  • Digitales oder analoges Mischpult (z. B. Yamaha, Midas, Soundcraft, Allen & Heath)
  • Mindestens 16 Kanäle, 2 Auxiliaries, 1 × 32-Band-EQ (Klark, BSS)
  • 2 Stereo-Kompressoren (BSS, dbx); Effekte z. B. Lexicon PCM 80 oder 90
  • FOH mindestens 2 × 1 kW (d&b, Meyer Sound, L-Acoustics, NEXO, JBL oder HK) zuzüglich Subwoofer; ab etwa 400 Personen doppelte Leistung
  • 20-m-Multicore inklusive Stagebox (16 Kanäle + 4 Aux-Wege/Returns + 2 Main Outs)
  • 1 Stereo-DI-Box und zwei Mono-Klinkenkabel für die Zuspieler

Mischpult und Beschallung kommen mit, passend für Räume dieser Größe. Berechnet wird dafür nichts. Ab etwa 120 Personen ist eine Hausanlage die bessere Lösung.

Veranstaltungsort Künstler MonitoringEin Weg auf Wedges, ein zweiter für In-Ear
  • 2 × aktive 2-Wege-Monitore, 12" LF, ≥ 300 W RMS (LF) + 60 W RMS (HF), Frequenzgang mindestens 30 Hz–30 kHz — etwa dBTechnologies FMX 12, RCF TT 45-CXA oder Dynacord AM 12; gleichwertige Wedges von d&b, NEXO, Meyer Sound oder L-Acoustics ebenso — ein Monitorweg
  • Ein zweiter Monitorweg für In-Ear-Monitoring
  • In-Ear-Monitoring kommt mit. Sind aktive Monitore vorhanden (etwa dBTechnologies FMX 12, RCF TT 45-CXA oder Dynacord AM 12), werden sie gern eingebunden.

In-Ear: Ein vorhandenes System mit Taschensender und Funkstrecke (z. B. Sennheiser ew) wird gern genutzt. Steht keines zur Verfügung, bringt der Künstler es in der Regel selbst mit.

Zwei getrennte Wege: einer auf die Wedges, einer ins Ohr.
Veranstaltungsort Künstler MikrofonierungFunkmikrofon, Ersatz, zwei Stative
  • 1 × Funk-Gesangsmikrofon (z. B. Shure Beta 87A oder Sennheiser)
  • 1 × Shure SM58 oder ein zweites Funk-Gesangsmikrofon
  • 1 × Tellerstativ mit Schnellverschluss und Funkmikroklemme (K&M)
  • 1 × K&M-Galgenstativ, schwer, langer Galgen, schwarz
  • Ausreichend Mikrofon- und Instrumentenkabel, Stromanschlüsse, Gaffa

Bitte keine abweichenden Marken oder Versionen — das Mikrofon ist auf die Stimme eingepegelt. Passt etwas nicht, bitte vorher sagen; dann wird es mitgebracht.

Ein Weg auf die Wedges, ein zweiter für In-Ear. Foto: Holger Enghardt
Veranstaltungsort Licht — Steuerung und ScheinwerferNormale Bühnenbeleuchtung genügt

Steuerung

  • 1 × Lichtmischpult, möglichst 24 Kanäle (z. B. MA Lightcommander 24/6)
  • 2 × 6 × 2-kW-Dimmer mit Patchfeld (z. B. MA, LLT, Transtechnik)
  • Multicore mit Auflösung, Schukokabel in ausreichender Anzahl
  • Ein freier Platz im Pult für die mitgebrachte LED-Bar (Varytec Colors StarBar 12, DMX) — sie wird vom Künstler gestellt und über Ihr Pult angesteuert
  • Szenen und Lichtwechsel programmierbar, inklusive dynamischer Effekte für die Musikstücke

Scheinwerfer

  • 2–4 × Linsenscheinwerfer mit Torblende (z. B. Briteq) inklusive Stative und Zubehör
  • 4–6 LED-Floorspots bzw. Backdrops, mindestens 300–400 W pro Spot, RGBW
  • 2 LED-Floorspots warmweiß zur Hintergrundbeleuchtung der beiden halbtransparenten Roll-Ups (je 2,00 × 1,50 m)
  • Stative z. B. Manfrotto 087NW Wind-up 370 cm mit TV-Zapfen, Halbschelle, 1,5-m-Alupipe
  • Am besten LED-Scheinwerfer; wo PAR-Scheinwerfer im Einsatz sind, passen LEE 118, 106, 124 und 132 — dann bitte mindestens 1 kW pro Scheinwerfer

Ist tatsächlich nichts vorhanden, genügt einfache Theaterbeleuchtung — zwei Scheinwerfer und ein paar Floor-LEDs. Ergänzt wird das durch zwei mitgebrachte RGB-Leuchten am Bühnenbild. Eine eigene Lichtsteuerung braucht es dann nicht.

Veranstaltungsort Strom und MischerplatzDer FOH gehört mittig in den Saal

Strom: 3 × 16-A-CEE-Anschluss mit Stromverteilung auf Schuko.

Strom: Zwei getrennte Schuko-Stromkreise in Bühnennähe genügen.

Der Mischerplatz für Licht und Ton gehört mittig in die hintere Saalhälfte, im Publikumsbereich, etwa 20–30 m vor der Bühne und gut zugänglich. Dort hört und sieht die Technik genau das, was auch das Publikum hört und sieht — nur dann stimmen Sound und Licht.

Von oben gesehen: hinten, mittig, im Saal.
Der Mischerplatz im Saal, im Einsatz.

Ein Platz neben, auf oder hinter der Bühne, in einem Nebenraum oder hinter Glas funktioniert dafür nicht — auch dann nicht, wenn dieselbe Person nach der Show als DJ weitermacht.

Wird die Technik komplett mitgebracht, werden dort zwei Plätze mittig hinten gebraucht — von dort aus wird gemischt.

Hat Ihr Raum Besonderheiten — Säulen, Balkone, ungewöhnliche Schnitte —, sagen Sie kurz Bescheid. Dafür findet sich eine saubere Lösung.

Veranstaltungsort Personal und ZeitenZwei Helfer, dazu Ton und Licht ab dem Soundcheck

Kurz gesagt: zwei Hände beim Ein- und Ausladen, und jemand, der Ton und Licht kennt. Alles andere macht der Künstler.

  • Ton- und Lichttechnik, mit Anlage und Räumen vertraut — je nach Haus eine Person für beides oder zwei. Gebraucht ab dem Soundcheck (Licht in der Regel ab etwa 13 Uhr) bis zum Ende der Vorstellung.
  • Eine technische Ansprechperson für Licht und Strom, ab Aufbaubeginn anwesend oder telefonisch erreichbar. Ein eigener Tontechniker wird nicht gebraucht.
  • Haustechnik mit Zugang zu Strom, Garderobe und Parkplatz — am Morgen zum Aufsperren anwesend, danach telefonisch erreichbar.
  • Zwei Aufbauhelfer, volljährig, für Auf- und Abbau: 20–30 Minuten beim Aufbau, 30–45 beim Abbau. Name, E-Mail und Mobilnummer bis etwa 14 Tage vorher.
  • Die Anlage sollte bereits am Morgen spielfertig sein. Ist die Technik erst später zubuchbar, lässt sich das einrichten — der Künstler ist früh da und bereitet mit eigenem Monitormix vor.

Der vollständige Tagesablauf mit allen Zeiten steht im Bereich Der Veranstaltungstag — oben im Menü.

Der kurze Dienstweg — zwei Minuten, und die halbe Tagesordnung ist erledigt. Foto: Holger Enghardt
Künstler Was ohnehin mitkommtInstrument, Bühnenbild, Kameratechnik, Racks
  • E-Piano mit Ständer, Pedal und Zubehör, dazu die Zuspieler für die Musikstücke
  • Bühnenbild: zwei halbtransparente Roll-Ups je 2,00 × 1,50 m, mit Stativen und Befestigung, dazu die Requisiten
  • Kameratechnik für den Mitschnitt
  • Meist auch eigene Monitore und Racks, sowie die LED-Bar fürs Bühnenbild

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Verbindlich ist die Bühnenanweisung zum jeweiligen Gastspielvertrag; sie wird auf Ihren Veranstaltungsort zugeschnitten und in jedem Fall vorab abgestimmt. Abweichungen sind der Normalfall.

Und damit das nicht zu streng klingt: Das meiste hat der Künstler ohnehin dabei. Manchmal kommt ein Auftritt sehr kurzfristig, manchmal ergibt die Logistik etwas anderes — dann ist es gut, wenn Sie einfach Bescheid geben, bevor irgendwo teuer eingekauft oder bestellt wird. Es findet sich immer eine Lösung.

Die Veranstaltungsorte sind in Größe, Art und Beschaffenheit so verschieden, dass praktisch alles schon einmal gespielt wurde. Was hier steht, ist die Fassung, bei der es ohne Nachdenken funktioniert. Alles andere lässt sich organisieren.

Ruhe vor dem Sturm. Foto: Holger Enghardt