Die aufgebaute Bühne kurz vor dem Einlass: Bühnenbild, Instrument, Monitore und Kameras stehen

BEREICH 04 · FÜR DIE TECHNIK

Bühne & Technik

Geschrieben für Haus- und Tontechnik. Jede Zeile zeigt, wer sie stellt — ein Klick öffnet die genauen Anforderungen.

Kurz für Sie

Wer stellt was: Der Künstler bringt Instrument, Bühnenbild und Kameratechnik mit, meist auch eigene Racks und Monitore. Ton, Licht, Strom und das Personal dazu stellt in der Regel Ihr Veranstaltungsort; wer genau was stellt, steht in Ihrem Vertrag.

Im Haus: Weitergabe der Technikliste aus dem Vertrag an Ihren Techniker. Techniker und Künstler sprechen bis zu der Frist im Vertrag miteinander, in der Regel spätestens vier Wochen vorher.

Der Plan: Bühnenplan als PDF

Alles Weitere ist für Ihren Techniker.

Kurz erklärt: FOH = Mischpult im Saal · Wedges = Bühnenmonitore am Boden · In-Ear = Kopfhörer-Monitoring für den Künstler · Mikrofonierung = alle Mikrofone samt Kabeln · DMX = digitales Steuersignal fürs Licht.

04.1

DAS KOMMT MIT

Aufbau und Bühne

Im Regelfall läuft der Abend über die Anlage und das Team Ihres Veranstaltungsortes. Der Künstler kommt trotzdem mit einem Kleinbus voller Equipment an.

Verbindlich ist der jeweilige Gastspielvertrag; die Technik darin wird auf Ihren Veranstaltungsort zugeschnitten und in jedem Fall vorab abgestimmt.

Instrument E-Piano Mit Klavier-Stativ, Pedal und Zubehör, dazu die Zuspieler für die Musikstücke.
Bühnenbild Zwei Roll-Ups Je 1,50 × 2,00 m, mit Stativen und Befestigung — dazu die Requisiten.
Eigene Technik Racks und Monitore Meist bringt der Künstler seine eigenen Racks und Bühnenmonitore mit.
Kameras Live-Kamera-Setup Fünf Kameras für den Mitschnitt. Filmhinweis als PDF
04.2

BÜHNE

Mindestens 4 Meter breit, 3 Meter tief

Das Maß kommt nicht aus der Luft: Instrument, Bühnenbild und Bewegungsraum brauchen zusammen diese Fläche. Die Fotos zeigen den Aufbau von allen Seiten — antippen macht sie groß.

Ist Ihre Fläche kleiner, lässt sich meistens trotzdem eine Lösung finden. Dann hilft ein Gespräch vorher, damit wir gemeinsam draufschauen, was geht.

So wird die Fläche benutzt, im vollen Einsatz.

Aufbau und Maße

Fläche 4 × 3 Meter Mindestmaß. Zertifizierte modulare Elemente (z. B. Varitek, StageTek), fest miteinander verbunden. Nebeneinandergeschobene Holzplatten wandern im Lauf des Abends auseinander — und der Künstler hat sich an so einer Lücke schon einmal den Fuß gebrochen. Seither wird nachgefragt. 🦶
Zugang Treppe ab 0,5 m Systemkonform und fest verbunden; am liebsten vorne mittig ohne Handläufe, wo das zulässig ist.
Hintergrund Schwarzer Molton Inklusive Stative und Befestigung, beleuchtbar. LED-Wände, Projektionen und Displays nach Absprache.
Open Air Bühne und Pult überdacht Findet der Abend draußen statt, brauchen Bühne und Mischerplatz ein Dach — Regen und Technik vertragen sich nicht.
04.3

AUFTEILUNG

Wer stellt was

Welche Technik hat Ihr Veranstaltungsort?

Der Schalter ändert die Angaben in der Liste darunter und die Fassung der Bühnenanweisung.

Auch ein Raum ohne eigene Technik geht.

Tonanlage und Mikrofonierung (alle Mikrofone samt Kabeln) lassen sich mitbringen — das reicht je nach Raumgröße für etwa 100 Personen, bis etwa 150 Personen mit zusätzlichem Subwoofer nach Absprache. Das ist nicht der Regelfall und braucht ein wenig Vorlauf, aber es ist möglich.

Beim Licht genauso: Ist gar nichts vorhanden, lässt sich eine kleine Anlage zubuchen. Meist hat ein Raum aber etwas — und dann genügt das auch.

Ihr Haus:

Jede Zeile nennt zuerst, wer sie stellt. Ein Klick öffnet die genauen Anforderungen — für alle, die es wissen müssen; alle anderen lesen nur die Zeile. Wer alles auf einmal braucht, springt gleich zu Alles für den Techniker im Überblick.

Veranstaltungsort Bühne und BühnenelementeMindestens 4 × 3 m, schwarzer Hintergrund
  • Mindestmaß 4 m Breite × 3 m Tiefe — für Instrument, Bühnenbild und Bewegungsraum.
  • Zertifizierte modulare Bühnenelemente (z. B. Varitek, StageTek), sicher verbunden und stabil installiert.
  • Ab 0,5 m Höhe eine systemkonforme Treppe, fest mit der Bühne verbunden, nie nur angestellt. Am liebsten vorne mittig und ohne Handläufe, soweit die Sicherheitsvorschriften das zulassen: Ein Handlauf ist beim Auf- und Abgehen im Weg. Sonst seitlich mit Handläufen, je nach Platz, oder nach Absprache vor Ort. Im Zweifel nimmt der Künstler die Treppe während der Show weg, solange Zugangs- und Rettungswege erhalten bleiben. Kommen Gäste zum Fotocall auf die Bühne, hat die Treppe beidseitig feste Handläufe, sonst ist der Fotocall vor der Bühne. Zwischen Bühne und Publikum stehen keine Absperrgitter, Geländer oder sonstigen Absperrungen, denn der Künstler geht in der Show auch ins Publikum. Steht dort etwas Festes, etwa ein Geländer vor einer Empore, hilft vorher ein Foto; eine Ausnahme wird dann im Vertrag festgehalten.
  • Als Hintergrund nach Möglichkeit schwarzer Molton inklusive Stative und Befestigung, beleuchtbar. LED-Wände, Projektionen und Displays nach Absprache.
  • Rednerpulte, Stehtische, Bildschirme und andere Gegenstände sind entfernt, bevor der Künstler zu seinem Vorlauf auf die Bühne geht.
  • Die beiden halbtransparenten Roll-Ups (je 1,50 × 2,00 m) bleiben bis zum Abbau in Position.
  • Open Air: Bühne und Mischerplatz überdacht.
  • Von Beginn des Aufbaus bis zum Ende des Abbaus gehört die Bühnenfläche ausschließlich dem Künstler, weil dort viel empfindliches Equipment steht. Andere betreten sie nur auf seine Einladung oder Weisung; Änderungen nach Abschluss des Aufbaus gibt es nur nach Absprache.
  • Spielfläche, Bühnenzugang, Ladeweg und der Weg zur Garderobe bleiben in dieser Zeit frei. Andere Acts, Bands, Redner mit eigenem Aufbau oder größere Aufbauten wie LED-Wände auf derselben Bühne gibt es nur nach vorheriger, gesonderter Vereinbarung.
  • Sind Bühne oder Zugang nicht wie vereinbart, beginnt der Künstler erst, wenn eine zumutbare, sichere Lösung gefunden ist.
  • Für feste Bühnen des Veranstaltungsortes gelten diese Anforderungen sinngemäß. Wird eine Bühne gestellt, steht sie bei der Ankunft des Künstlers fertig aufgebaut.
🤪 Wenn der Saal mitarbeitet

Für ein paar Minuten ist der Künstler mitten in Ihrem Publikum, und der Saal wird selbst Teil der Show. Genau dafür braucht es den freien Weg.

So ist es gemeint: verbunden, nicht nebeneinandergeschoben.

Manchmal holt der Künstler Gäste mit auf die Bühne — freie Spielfläche ist deshalb wichtig.

Ist die Fläche kleiner, findet sich meistens trotzdem eine Lösung — dann hilft ein Gespräch vorher.

Veranstaltungsort Künstler FOH — Mischpult und BeschallungMindestens 16 Kanäle, Beschallung passend zum RaumWird mitgebracht, bis etwa 150 Personen mit Subwoofer
  • Mischpult digital oder analog mit mindestens 16 Eingangskanälen, ausreichend Mikrofon- und Line-Eingängen, Stereo-Signalwegen, EQ, Kompressor und Effekten (im Pult integriert genügt) — richtet sich nach dem jeweiligen Vertrag
  • Konzertbeschallung wie für eine Live-Band (z. B. Pop oder Rock) inklusive Subwoofer, bei Bedarf mit Delay- und Nahfeldlautsprechern, damit jeder Platz gleichmäßig erreicht wird; ausgelegt nach Raumgröße, Raumform, Bestuhlung und Besucherzahl
  • Klang: Sprache und Gesang gut verständlich, Live-Musik und Stereo-Zuspielungen mit vollem Bass, verzerrungsfrei und mit Reserve — Richtwert: mindestens 100 dB(A) am Mischerplatz
  • Vollständiger Signalweg: analoge oder digitale Stagebox, DI-Boxen (eine Stereo-DI für das Stagepiano), Verkabelung und Übergabepunkte
  • Die Zuspielgeräte bringt immer der Künstler mit (Stereo-Zuspieler mit zusätzlichem Klickkanal, gegebenenfalls weitere); Belegung nach Absprache
  • 1 Stereo-DI-Box und zwei Mono-Klinkenkabel für die Zuspieler
  • Steht ein Klavier oder Flügel des Hauses bereit, entfällt das E-Piano; stattdessen eine Grenzfläche und je nach Bestand ein bis zwei Abnahmemikrofone. Das Instrument ist zum Termin gestimmt, in üblicher Standardstimmung (a' = 440 Hz, keine Konzertstimmung nötig).

Mischpult und Beschallung kommen mit, passend für Räume dieser Größe. Das reicht je nach Raumgröße für etwa 100 Personen, mit zusätzlichem Subwoofer nach Absprache für bis etwa 150 — darüber ist eine Hausanlage die bessere Lösung.

Veranstaltungsort Künstler MonitoringEin Weg auf Wedges (Bühnenmonitore am Boden), ein zweiter für In-Ear (Kopfhörer für den Künstler)
  • 2 × aktive 2-Wege-Monitore, 12" LF, ≥ 300 W RMS (LF) + 60 W RMS (HF), Frequenzgang mindestens 30 Hz–30 kHz — etwa dBTechnologies FMX 12, RCF TT 45-CXA oder Dynacord AM 12; gleichwertige Wedges von d&b, NEXO, Meyer Sound oder L-Acoustics ebenso — ein Monitorweg
  • Ein zweiter Monitorweg für In-Ear-Monitoring
  • In-Ear-Monitoring kommt mit. Sind aktive Monitore vorhanden (etwa dBTechnologies FMX 12, RCF TT 45-CXA oder Dynacord AM 12), werden sie gern eingebunden.

In-Ear: Ein vorhandenes System mit Taschensender und Funkstrecke (z. B. Sennheiser ew) wird gern genutzt. Steht keines zur Verfügung, bringt der Künstler es in der Regel selbst mit.

Zwei getrennte Wege: einer auf die Wedges, einer ins Ohr.
Veranstaltungsort Künstler MikrofonierungFunkmikrofon und Ersatz, Stative nur als Reserve
  • 1 × Funk-Gesangsmikrofon (z. B. Shure Beta 87A oder Sennheiser)
  • 1 × Shure SM58 oder ein zweites Funk-Gesangsmikrofon
  • Ausreichend Mikrofon- und Instrumentenkabel, Stromanschlüsse, Gaffa
  • Mikrofonstative bringt der Künstler in der Regel selbst mit. Als Reserve sind vor Ort hilfreich: 1 × Tellerstativ, wenn möglich mit Schnellverschluss und Funkmikroklemme (z. B. K&M), und 3 × schwere Galgenstative (z. B. K&M, langer Galgen, schwarz)

Abweichende Marken oder Versionen sind ungünstig — das Mikrofon ist auf die Stimme eingepegelt. Passt etwas nicht, genügt ein Hinweis vorher; dann wird es mitgebracht.

Ein Weg auf die Wedges, ein zweiter für In-Ear. Foto: Holger Enghardt
Veranstaltungsort Licht — Steuerung und ScheinwerferNormale Bühnenbeleuchtung genügt

Steuerung

  • Lichtsteuerpult mit programmierbaren Szenen (DMX, das digitale Lichtsignal), passend zu den eingesetzten Scheinwerfern; Dimmer nur, soweit konventionelle Scheinwerfer eingesetzt werden
  • DMX- und Stromverkabelung in ausreichender Anzahl
  • Nach Absprache: freie DMX-Adressen für die mitgebrachten LED-Leisten (Varytec Colors StarBar 12; je Leiste 6, 8, 12 oder 52 Kanäle, je nach Betriebsart) — sie werden vom Künstler gestellt und über Ihr Pult angesteuert, dazu ungedimmter Netzstrom (230 V Schuko, nicht an Dimmerkanälen)
  • Szenen und Lichtwechsel programmierbar, inklusive dynamischer Effekte für die Musikstücke

Scheinwerfer

  • Frontlicht nur weiß: ca. 6 × Theater-/Linsenscheinwerfer mit Torblende (z. B. Briteq), hinter dem Publikum vor dem Mischplatz, schräg von links und rechts, inklusive Stative und Zubehör
  • Hintergrund: 6 LED-Floorspots (mindestens 4) oder Drop-Downs von oben, RGBW, auf den schwarzen Molton
  • Je ein LED-Floorspot zur Hintergrundbeleuchtung der beiden halbtransparenten Roll-Ups (je 1,50 × 2,00 m): kaltweiß hinter dem blauen Banner, warmweiß hinter dem roten
  • Stative z. B. Manfrotto 087NW Wind-up 370 cm mit TV-Zapfen, Halbschelle, 1,5-m-Alupipe
  • Keine PAR-Scheinwerfer mit Folien. Lichtkonzept: von vorn nur weißes Theaterlicht, auch für Videoaufnahmen geeignet; Farbe nur auf der Rückwand und auf den beiden Roll-Ups

Ist tatsächlich nichts vorhanden, genügt einfache Theaterbeleuchtung — zwei Scheinwerfer und ein paar Floor-LEDs. Ergänzt wird das durch zwei mitgebrachte RGB-Leuchten am Bühnenbild. Eine eigene Lichtsteuerung braucht es dann nicht.

Eigene Lichtleisten: Nach Absprache bringt der Künstler eigene RGB-Lichtleisten mit (Varytec Colors StarBar 12). Sie werden per DMX angesteuert und brauchen freie DMX-Adressen im Lichtpult des Hauses; wie viele, hängt von der Betriebsart ab und wird vorab abgesprochen.

Video: So werden die Lichtleisten angesteuert

Gilt nur, wenn der Künstler eigene Lichtleisten mitbringt.

Veranstaltungsort Strom und MischerplatzDer FOH gehört mittig in den Saal

Eigenes Pult: Sofern verfügbar und je nach Absprache bringt der Künstler sein eigenes Digitalpult mit (Behringer Wing Rack) — das gilt nicht grundsätzlich. Dann laufen alle Bühnensignale dort zusammen; an die Hausanlage geht eine Stereosumme, dazu die Monitorwege. Gemischt wird wahlweise vom Künstler selbst oder von der Tontechnik des Hauses per iPad über WLAN.

Video: So wird das Wing Rack eingebunden

Gilt nicht grundsätzlich — nur sofern das Pult verfügbar ist und je nach Absprache.

Strom: fachgerecht installierte und abgesicherte Anschlüsse samt Verteilung für Ton, Licht und Bühne; Anschlussart und Leistung nach dem eingesetzten Equipment, abgestimmt mit Ihrer Technik.

Strom: Zwei getrennte Schuko-Stromkreise in Bühnennähe genügen.

Der Mischerplatz für Licht und Ton gehört mittig in die hintere Saalhälfte, im Publikumsbereich, etwa 20–30 m vor der Bühne und gut zugänglich. Dort hört und sieht die Technik genau das, was auch das Publikum hört und sieht — nur dann stimmen Sound und Licht.

Von oben gesehen: hinten, mittig, im Saal.
Der Mischerplatz im Saal, im Einsatz.

Ein Platz auf oder hinter der Bühne, in einem Nebenraum oder hinter Glas funktioniert dafür nicht — auch dann nicht, wenn dieselbe Person nach der Show als DJ weitermacht.

Geht ein Platz mittig im Saal nicht, ist eine häufige Lösung: Das Pult steht am Saalrand, und der Techniker mischt mit dem Tablet von reservierten Plätzen mittig im Saal aus.

Wird die Technik komplett mitgebracht, werden dort zwei Plätze mittig hinten gebraucht — von dort aus wird gemischt.

Hat Ihr Raum Besonderheiten — Säulen, Balkone, ungewöhnliche Schnitte —, genügt ein kurzer Hinweis. Dafür findet sich eine saubere Lösung.

Veranstaltungsort Personal und ZeitenZwei Helfer, dazu Ton und Licht ab dem Soundcheck

Kurz gesagt: zwei kräftige Helfer beim Ein- und Ausladen, jemand, der bei der Ankunft Bescheid weiß, und jemand, der Ton und Licht kennt. Alles andere macht der Künstler.

Bei der Ankunft und bis zum Schluss

  • Ton- und Lichttechnik, mit Anlage und Räumen vertraut — je nach Haus eine Person für beides oder zwei. Gebraucht ab dem Soundcheck (Licht in der Regel ab etwa 13 Uhr) bis zum Ende des Abbaus; so lange bleibt auch das Bühnenlicht an.
  • Eine technische Ansprechperson für Licht und Strom. Ein eigener Tontechniker wird nicht gebraucht.
  • Bei der Ankunft ist jemand vor Ort, der Bescheid weiß — Ansprechperson, Hausmeister oder Haustechnik: wo es hineingeht, wo Licht und Strom sind. Dazu mindestens zwei Nummern, unter denen jemand erreichbar ist, am besten Ansprechperson und Haustechnik. Zufahrt, Tor, Schranke und Pforte sind vorab am besten geklärt: Ein zugesperrtes Tor, eine Schranke, die nicht aufgeht, oder ein Handy ohne Netz kosten sonst schnell zwanzig Minuten.
  • Haustechnik mit Zugang zu Strom, Garderobe und Parkplatz: Sie informiert bei der Ankunft über Zugänge und Stromanschlüsse und bleibt bis zum Ende des Abbaus anwesend oder telefonisch erreichbar. Dazu mindestens zwei Ersatznummern, darunter eine durchgehend erreichbare Mobilnummer, auch für Notfälle.

Helfer

  • Zwei Aufbauhelfer, volljährig, eigens dafür eingeteilt: nicht der Tontechniker und nicht Leute, die an dem Tag andere Aufgaben haben, etwa im Service, an der Kasse oder in der Organisation. Geeignet sind kräftige Leute, denn aus dem Wagen werden schwere Kisten getragen. Das gilt unabhängig davon, ob die Tonanlage gestellt oder mitgebracht wird.
  • Der Einsatz beim Aufbau dauert in der Regel 20 bis 45 Minuten, bei langen Ladewegen länger; beim Verladen am Abend sind es 30 bis 45. Beim Abbau kommen sie zweimal: kurz nach dem Auftritt und nach dem Abkabeln, die Uhrzeit sagt der Künstler vor Ort.
  • Am besten helfen beim Abbau dieselben Personen wie beim Aufbau, sie kennen Wege, Kisten und Ablauf. Geht das nicht, werden die neuen vorab eingewiesen, und der Künstler bekommt ihre Namen und Mobilnummern.
  • Namen und Mobilnummern der Helfer möglichst vier, spätestens zwei Wochen vorher. Fällt jemand aus, hilft rechtzeitiger Ersatz; bei schwerem Ladeweg (Aufzug, Treppen, mehr als 50 Meter) kommen nach Rücksprache zusätzliche Helfer dazu.

Zeiten am Auftrittstag

  • Am besten steht die Ton- und Lichtanlage schon am Vortag. Wird sie erst am Auftrittstag aufgebaut, wird die Reihenfolge vorher abgesprochen: Der Künstler baut ab dem Morgen auf der Bühne auf, Verkabelung und Line-Check laufen am Vormittag, der Soundcheck beginnt pünktlich, danach folgt oft noch der Lichtcheck, und der Saal ist rechtzeitig für Gastronomie und Einlass frei.
  • Bringt der Künstler die Anlage mit, baut er sie ab dem Morgen selbst auf der Bühne auf. Verkabelung und Line-Check laufen am Vormittag, der Soundcheck beginnt pünktlich, danach folgt oft noch der Lichtcheck, und der Saal ist rechtzeitig für Gastronomie und Einlass frei.
  • Kommt der Techniker erst später — auf Kabarettbühnen ist das häufig —, ist die Anlage vorher eingemessen und klar, wie sie zu verkabeln ist, damit gleich mit dem Soundcheck begonnen werden kann.
  • Bestuhlung: Während des Soundchecks werden keine Stühle aufgebaut und keine anderen Arbeiten im Saal erledigt. Muss noch bestuhlt werden, dann am besten nach dem Soundcheck, noch besser schon am Vortag — nicht über den Tag verteilt.
  • Der Einlass beginnt erst nach Abschluss des Soundchecks.

Vorab

  • Technical Sheet des Hauses (Raumgröße in qm, Bühnenmaße, technische Ausstattung) und Fotos von Bühne, Saal und Ladeweg per E-Mail, sobald vorhanden, spätestens vier Wochen vorher.
  • Techniker und Künstler sprechen spätestens vier Wochen vorher kurz miteinander; wer zuerst anruft, ist egal.
  • Die Wege, auf denen der Künstler ins Publikum geht, werden vorab abgestimmt und bleiben frei und sicher begehbar, auch frei von Gläsern und Geschirr. Dafür hilft ein Saal- bzw. Bestuhlungsplan, spätestens vier Wochen vorher.

Der vollständige Tagesablauf mit allen Zeiten steht im Bereich Der Veranstaltungstag — oben im Menü.

Der kurze Dienstweg — zwei Minuten, und die halbe Tagesordnung ist erledigt. Foto: Holger Enghardt
Künstler Was ohnehin mitkommtInstrument, Bühnenbild, Kameratechnik, Racks
  • E-Piano mit Klavier-Stativ, Pedal und Zubehör, dazu die Zuspieler für die Musikstücke
  • Bühnenbild: zwei halbtransparente Roll-Ups je 1,50 × 2,00 m, mit Stativen und Befestigung, dazu die Requisiten
  • Kameratechnik für den Mitschnitt
  • Meist auch eigene Monitore und Racks, sowie die LED-Bar fürs Bühnenbild
  • Mikrofonstative in der Regel ebenfalls
Übersicht Alles für den Techniker im ÜberblickVertrag und Bühnenanweisung in kurzen Zeilen, an einer Stelle

Die Bühnenanweisung kommt bei der Technik nicht immer an. Deshalb steht hier alles Wesentliche aus Gastspielvertrag und Bühnenanweisung noch einmal in kurzen Zeilen. Verbindlich ist der jeweilige Gastspielvertrag; die Einzelheiten stehen weiter oben in den Aufklappern.

Vorab

  • Technical Sheet des Hauses und Fotos von Bühne, Saal und Ladeweg: spätestens vier Wochen vorher.
  • Telefonat zwischen Techniker und Künstler: spätestens vier Wochen vorher; wer zuerst anruft, ist egal.
  • Namen und Mobilnummern der beiden Helfer: möglichst vier, spätestens zwei Wochen vorher.

Ankunft und Helfer

  • Bei der Ankunft ist jemand vor Ort, der Bescheid weiß (Ansprechperson, Hausmeister oder Haustechnik), und mindestens zwei Nummern sind erreichbar. Zufahrt, Tor, Schranke und Pforte sind vorab geklärt.
  • Haustechnik: erklärt Zugänge und Strom, bleibt bis zum Ende des Abbaus erreichbar, dazu zwei Ersatznummern.
  • Genau zwei Helfer, eigens dafür eingeteilt und kräftig: nicht der Tontechniker, nicht Service, Kasse oder Organisation, auch nicht, wenn die Tonanlage mitgebracht wird. Aufbau in der Regel 20 bis 45 Minuten, am besten dieselben beim Abbau.

Zeitplan und Saal

  • Ton- und Lichtanlage am besten schon am Vortag; sonst Reihenfolge vorher absprechen, der Künstler baut ab dem Morgen auf der Bühne auf.
  • Verkabelung und Line-Check am Vormittag, Soundcheck pünktlich, danach oft noch Lichtcheck, der Saal rechtzeitig frei für Gastronomie und Einlass.
  • Kommt der Techniker erst später: Anlage vorher eingemessen und klar, wie sie zu verkabeln ist.
  • Während des Soundchecks keine Stühle und keine anderen Arbeiten im Saal; bestuhlt wird am besten danach, noch besser am Vortag.
  • Einlass erst nach dem Soundcheck. Die Wege durch den Saal bleiben frei und sicher.

Bühne

  • Mindestens 4 × 3 m, zertifizierte und fest verbundene Elemente, Treppe ab 0,5 m Höhe, kein Gitter oder Geländer zum Publikum; für feste Bühnen sinngemäß.
  • Die Bühnenfläche gehört vom Aufbau bis zum Abbau allein dem Künstler. Änderungen nach dem Aufbau nur nach Absprache; Pulte und Stehtische sind weg, bevor er zum Vorlauf auf die Bühne geht.
  • Andere Acts und größere Aufbauten (etwa LED-Wände) nur nach vorheriger Vereinbarung. Der Künstler beginnt erst, wenn eine sichere Lösung steht.

Ton und Klavier

  • Konzertbeschallung inklusive Subwoofer, Richtwert mindestens 100 dB(A) am Mischerplatz; der Mischerplatz steht mittig im Saal.
  • Mikrofone und Kabel stellt, wer laut Vertrag die Tontechnik stellt. Stative bringt der Künstler in der Regel mit; als Reserve sind 1 Tellerstativ und 3 schwere Galgenstative vor Ort hilfreich.
  • Klavier oder Flügel des Hauses: zum Termin gestimmt, a' = 440 Hz.
Übersicht Bühnenplan · DraufsichtBühne, Licht, Ton und Strom auf einen Blick
Bühnenplan in der Draufsicht — antippen für groß.

Der Plan zeigt den Saal von oben: die Bühne (mindestens 4 × 3 m) mit Instrument, Bühnenbild, Kameras und Mikrofonen, davor das Publikum im Abstand von etwa 2 bis 3 Metern und den Mischplatz mittig hinten im Saal.

Kanalliste · Beispiel

KanalQuelleAnschlussHinweis
1Funkmikro 1 · Gesang (Mitte)Funkstreckez. B. Shure Beta 87A, Tellerstativ
2Funkmikro 2 · KeyboardFunkstreckez. B. Shure SM58, Galgenstativ
3 / 4Keyboard L / RStereo-DIStagepiano
5 / 6Zuspieler L / RStereo, 2 × Klinke oder XLREinspielungen in Stereo, in der Regel von einem eigenständigen Zuspielgerät (kein Laptop)
7 / 8Atmo L / RXLRnur nach Absprache über das Pult
9Funkmikro 3 · AnsprachenFunkstrecke (Haus)nur wenn Begrüßung, Reden oder Moderation durch Veranstalter, Mitarbeitende oder Gäste geplant sind — eigenes Mikrofon, nicht das des Künstlers

Klavier oder Flügel statt Keyboard: Steht ein Klavier oder Flügel des Hauses bereit, entfallen Kanal 3 / 4; stattdessen eine Grenzfläche und je nach Bestand ein bis zwei Abnahmemikrofone. Das Instrument ist zum Termin gestimmt (a' = 440 Hz).

Monitoring: Monitorweg 1 für die beiden Bühnenmonitore (Gesang + Keyboard + Zuspieler), Monitorweg 2 für In-Ear-Monitoring — nach Absprache. Die Atmo-Mikrofone laufen je nach Absprache über das Pult oder direkt auf die Aufnahmetechnik des Künstlers, die Kameras immer auf die eigene Aufnahmetechnik.

Eigenes Pult: Sofern verfügbar und je nach Absprache bringt der Künstler sein eigenes Digitalpult mit (Behringer Wing Rack) — das gilt nicht grundsätzlich. Dann laufen alle Bühnensignale dort zusammen; an die Hausanlage geht eine Stereosumme, dazu die Monitorwege. Gemischt wird wahlweise vom Künstler selbst oder von der Tontechnik des Hauses per iPad über WLAN.

Die Kanalliste ist ein Beispiel und kann sich je nach Programm ändern.

Was der Plan zusätzlich zeigt:

  • Abstand zwischen Bühnenkante und erster Zuschauerreihe: in der Regel etwa 2–3 m, je nach Anlage und Raum; die genaue Position stimmt der Künstler mit der Technik ab.
  • Funkmikro 1 (Gesang) steht mittig auf dem Tellerstativ, Funkmikro 2 am Keyboard auf dem Galgenstativ.
  • Bei langen Sälen zusätzlich Delay-Lautsprecher links und rechts.
  • Strom 1 hinten rechts (Rack und Keyboard), Strom 2 vorne links, bei Kamera 1.
  • Zwei Atmo-Mikrofone am Bühnenrand, laufen je nach Absprache über das Pult oder direkt auf die Aufnahmetechnik des Künstlers — stellt der Künstler.
  • Maße der mitgebrachten Elemente, ca.: Keyboard 1,33 × 0,35 m · Klavierhocker 0,55 × 0,35 m · Monitor 0,60 × 0,40 m · Kamerastativ Ø 0,70 m.

Alle Angaben sind der Regelfall und können sich im Einzelfall ändern — Technik, Licht und Aufbau werden vorab gemeinsam abgesprochen.

Bühnenplan als PDF herunterladen

Dasselbe als PDF Dasselbe als PDF Bühnenplan als PDF An die Technik weiterleiten

Verbindlich ist der jeweilige Gastspielvertrag; die Technik darin wird auf Ihren Veranstaltungsort zugeschnitten und in jedem Fall vorab abgestimmt. Abweichungen sind der Normalfall.

Und damit das nicht zu streng klingt:
Das meiste hat der Künstler ohnehin dabei.
Manchmal kommt ein Auftritt sehr kurzfristig, manchmal ergibt die Logistik etwas anderes — dann genügt ein Hinweis, bevor irgendwo teuer eingekauft oder bestellt wird. Es findet sich immer eine Lösung.

Die Veranstaltungsorte sind in Größe, Art und Beschaffenheit so verschieden, dass praktisch alles schon einmal gespielt wurde. Was hier steht, ist die Fassung, bei der es ohne Nachdenken funktioniert. Alles andere lässt sich organisieren.

Ruhe vor dem Sturm. Foto: Holger Enghardt