Bereich 02 · Am Tag
Von der Anreise bis zum Verladen. Jede Station klappt an Ort und Stelle auf — Sie lesen nur, was Sie betrifft.
Der Tag in Zahlen
Die genauen Uhrzeiten richten sich nach Ihrem Haus und stehen im Vertrag. Das hier ist der Rahmen.
In einem Auftritt steckt der technische Aufwand eines ganzen Tages: Instrument, Bühnenbild und Technik brauchen zusammen mehrere Stunden, danach folgt der Soundcheck.
Wichtig ist deshalb vor allem: Der Raum ist ab der Ankunft frei. Ist er tagsüber noch anders belegt, etwa durch eine Tagung, sagen Sie es bitte früh. Dann planen wir gemeinsam darum herum — wenn es nicht anders geht, auch mit einem Aufbau am Vortag.
Die beiden sind der Unterschied zwischen einem zügigen Vormittag und einem langen. Getragen wird zu dritt — vorne beim Ausladen, hinten beim Verladen. In der Regel sind das rund 20 Minuten beim Aufbau und 30 bis 45 beim Abbau.
Es wird nach Ansage getragen, gestellt und abgeklebt — wer schon einmal einen Weihnachtsbaum aufgestellt hat, kann das auch.
Aufbau und Soundcheck brauchen den Raum für sich. Danach steht die Bühne fertig, und ab da läuft Ihr Programm — Eindecken, Dekorieren, Einlass.
Bei einer Firmenfeier ist der Auftritt selten der Schluss: Danach wird gegessen, geredet und getanzt. Der Abbau läuft in dieser Zeit still nebenher — sofern die Ladewege frei sind und dieselben beiden Helfer noch einmal kurz greifbar sind.
Liegt die Fläche mitten im Geschehen, wird später abgebaut. Das sprechen wir vorher ab, damit auch die Abfahrt passt.
Der Ablauf
Hier steht, was in welcher Reihenfolge passiert und wo Sie gebraucht werden. Jede Zeile klappt auf.
Alles, was danach kommt, hängt daran, dass das Fahrzeug nah an den Raum kommt und dort stehen bleiben kann. Gebraucht werden ein bis zwei reservierte Plätze, ebenerdig und außerhalb des Gästebereichs. Sie bleiben von der Ankunft bis zur Abfahrt frei — auch dann, wenn das Fahrzeug zwischendurch einmal wegfährt.
Auf einem Firmengelände sind das oft die Punkte, die von außen niemand kennt: Schranke, Pforte, Werksausweis, Anmeldung am Empfang, Zeitfenster für die Anlieferung. Schicken Sie die Angaben gern vorab, idealerweise mit einem Kartenpunkt für die Zufahrt.
Gibt es bei Ihnen nur eine Ladezone, sprechen wir das genau ab. Ziel sind immer möglichst kurze Wege zwischen Fahrzeug und Fläche.
Der Vormittag läuft in dieser Reihenfolge: zuerst der Aufbau dessen, was allein geht, danach das Ausladen mit den beiden Helfern. Anschließend Mittagspause, dann der Soundcheck.
Gebraucht werden zwei Personen, die für diese Aufgabe eingeplant sind und ab der Ankunft telefonisch erreichbar bleiben. Wann genau es losgeht, hängt davon ab, wie schnell der Vorbau steht — deshalb die Erreichbarkeit statt einer festen Uhrzeit.
Die Arbeit: Equipment aus dem Fahrzeug tragen, auf der Fläche positionieren, Roll-Ups, Mikroständer, Lautsprecher, Monitore und Stative aufbauen, Kabel verlegen und abkleben. Alles nach Ansage, im Stop-and-Go-Rhythmus. Erfahrung ist ein Bonus, eingewiesen wird vor Ort. Zeitbedarf: 20 bis 30 Minuten.
Vorab hilfreich
Name, E-Mail und Mobilnummer der beiden, bis etwa zwei Wochen vor dem Termin. Damit bekommen sie vorher einen kurzen Erklärfilm und wissen, was auf sie zukommt. Am Veranstaltungstag hilft es, wenn sie ihr Telefon dabeihaben.
Bei erschwertem Ladeweg — Aufzug, Treppen, mehr als 50 Meter oder ein Parkplatz weiter weg, weil vor der Tür nur eine Ladezone ist — lohnt sich vorher ein kurzes Gespräch. Das fließt direkt in die Zeitplanung ein. Wenn bei Ihnen niemand abkommen kann, lässt sich das ebenfalls organisieren; dafür braucht es etwa sechs Wochen Vorlauf.
Gut ist: abschließbar, beheizt, in der Nähe der Fläche, mit einer Sitzgelegenheit und einer Toilette, die sich erreichen lässt, ohne durch den Gästebereich zu gehen. Sämtliche Schlüssel bleiben bis zum Ende beim Künstler.
Ein abschließbares Büro oder ein kleiner Besprechungsraum ist ideal — Hauptsache, der Raum steht für sich und ist ein ruhiger Rückzugsort. Gibt es so einen Raum nicht, sagen Sie es bitte früh — dann bucht der Künstler das Hotel möglichst nah.
Bei einer Firmenfeier steht abends ohnehin ein Buffet bereit, und der Gedanke liegt nahe, den Künstler mit einzuplanen. Sehr freundlich — in der Praxis bleibt der Teller meistens stehen: einen ganzen Tag auf der Bühne herumzuturnen macht satt genug, und nach der Show ist zu viel Adrenalin im Spiel.
Was wirklich hilft, sind zwei, drei Restaurantempfehlungen für den Mittag — am liebsten in Fußnähe, sonst mit einem Satz zu Anfahrt und Parken. Und vor allem: solche, die an dem Tag tatsächlich offen haben. Google weiß es meist besser als die Wirklichkeit.
Weil sich die Technik auch mal zieht und dann für den Weg keine Zeit mehr bleibt, ist ein Lieferdienst als Rückfallebene Gold wert. Schön wäre, wenn Sie das auf Zuruf übernehmen: bestellen, Eingang und Bezahlung klären. Dann bleibt der Aufbau in Ruhe.
In der Garderobe genügt stilles Wasser — damit ist für den Tag bestens gesorgt.
Das ist der Zeitpunkt, ab dem die Technik gebraucht wird — der Ton zum Soundcheck, das Licht in der Regel etwas später. Für den Soundcheck selbst sind rund zwei Stunden eingeplant.
Die Anlage sollte möglichst schon am Vormittag spielfertig sein, damit der Aufbau gleich weiterlaufen kann. Ist die Technik bei Ihnen erst später verfügbar, lässt sich das einrichten: Der Künstler ist ohnehin früh da, bringt bei Bedarf seinen eigenen Monitormix mit und bereitet so viel wie möglich selbst vor.
Während des Soundchecks bleibt der Raum möglichst ruhig — Eindecken, Stühlerücken und die Probe der Beamerpräsentation am besten davor oder danach. Das ist reine Physik: Die Mikrofone hören alles mit, und in der Ruhe lässt sich der Klang für den Abend genau einstellen. Zwei ungestörte Stunden reichen aus.
Danach gehört der Raum wieder Ihnen: Bestuhlung, Dekoration, Tischschmuck, Einlass. Ab da bleibt die Bühne, wie sie ist.
Das ist der größte Unterschied zu einem Theaterabend: Bei Ihnen läuft ein ganzes Programm, und der Auftritt soll sich darin natürlich anfühlen. Deshalb schlägt der Künstler Ihnen einen Ablauf vor, der zu Ihrem Abend passt.
Zum Auftritt ist die Bühne frei: Rednerpult, Stehtische, Dekoration und fremde Banner oder Hintergründe sind dann weggeräumt — das Bühnenbild bringt der Künstler mit. Spielt am selben Abend auch eine Band, muss die Fläche zum Auftritt trotzdem frei sein. Das planen wir dann genau, auch zeitlich.
Der Auftritt dauert meist 45 Minuten; eingebunden in einen dichten Ablauf auch eine Viertelstunde mehr oder weniger. Der Künstler betritt die Fläche selbst — einen Teil der Technik bedient er bis zuletzt von dort.
Eine Begrüßung durch die Geschäftsführung ist möglich. Mit etwa 30 bis 45 Minuten Abstand zwischen Ansage und Auftritt hat jeder Anfang seinen eigenen Moment.
Und was oft gefragt wird: Namen, Anekdoten und Insider aus Ihrem Haus lassen sich in den Auftritt selbst einbauen — der Künstler greift sie im Programm auf, und das macht den Abend persönlich. Im Vorgespräch reichen zwei, drei Stichworte, was bei Ihnen gerade Thema ist — und was lieber außen vor bleibt.
Der Abbau beginnt in der Regel etwa 30 Minuten nach dem Auftritt — die Zeit dazwischen geht für Umziehen und die letzten Gespräche drauf. Danach wird zügig abgekabelt, verpackt und verladen, wieder im Stop-and-Go-Rhythmus. Zeitbedarf: 30 bis 45 Minuten.
Hilfreich ist, wenn dieselben beiden Helfer dann noch einmal kurz greifbar sind — dann muss niemand gesucht und niemand neu eingewiesen werden.
Das Tempo hat zwei Gründe. Sind danach weitere Programmpunkte geplant — etwa der Hauptgang —, sind Ihre Gäste beschäftigt: eine gute Gelegenheit, gemeinsam zügig abzuräumen. Und bei Orten bis etwa 1¼ Stunden Entfernung ist danach noch die Heim- oder Weiterfahrt drin.
In den Tagen darauf
Rechnung. Sie kommt nach dem Abend, mit allen Angaben, die Ihre Buchhaltung braucht.
GEMA. Eine Firmenfeier mit Musik meldet in der Regel Ihr Unternehmen an; die Musikfolge liefert der Künstler nach der Veranstaltung. Genaueres auf gema.de.
Rückmeldung. Wenn der Abend gut war, freut er sich über zwei Sätze — und wenn etwas nicht passte, erst recht.
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